Heizungshinweis

Zum besseren Verständnis zur Betreibung und Bedienung Ihrer Heizungsanlage möchten wir Ihnen folgende Information vermitteln.

Ihre Heizungsanlage wurde nach den zurzeit gültigen DIN- Vorschriften und der neuen Wärmeschutzverordnung geplant. Bei der Berechnung des notwendigen Wärmebedarfs für den einzelnen   Raum wird in den DIN Vorschriften davon ausgegangen, dass die angrenzenden Räume in allen Wohnungen immer eine Raumtemperatur von +15 °C (auch bei längerer Abwesenheit) aufweisen muss, da sonst die geforderte Raumtemperatur (z. B. Wohnzimmer +20 °C) nicht erreicht werden kann. Ausgelegt wurde der Heizkörper im Wohnzimmer so, dass eine Raumtemperatur von +22 °C erreicht werden kann.

Unabhängig von der Art der Beheizung, ist an jedem Heizkörper ein Thermostatventil für Ihre individuelle Raumtemperaturregelung montiert.

 

Einstellungsmöglichkeiten:   0   Heizkörper ist abgestellt 
(nicht an allen Ventilen möglich) öffnet ab   *   ca. 7 °C Frostsicherung 
Ventilstellung   1   ca. 12°C Raumtemperatur 
Ventilstellung   2   ca. 16°C Raumtemperatur 
Ventilstellung   3   ca. 20°C Raumtemperatur 
Ventilstellung   4   ca. 23°C Raumtemperatur 
Ventilstellung   5   >23°C Raumtemperatur 

 

Ihre Heizkörper sind mit Thermostatventilen ausgerüstet, zuständig zur Regelung der Raumtemperatur.
Entsprechend der Markierung am Thermostatkopf (2 bis 5) kann die Raumtemperatur zwischen 15°C und 24°C eingestellt werden.
Da der Heizkörper im Wohnzimmer jedoch auf max. 22°C ausgelegt wurde, kann auch bei Einstellung „5“ keine höhere Temperatur als 22°C erreicht werden. Die Markierungen stellen jedoch nur Richtwerte dar, da durch andere äußere Einflüsse (wie z. B. längere Sonneneinstrahlung, offene Fenster usw.) eine exakte Bemessung der Werte nicht möglich ist. Die gewünschten Werte sind daher individuell durch Sie einzustellen.

Erreicht die Heizung die gewünschte Raumtemperatur, schließt das Thermostatventile selbständig die Wärmezufuhr ab. Etwaige Temperaturunterschiede zwischen Ober- und Unterkante Heizkörper sind also normal und zeigen die richtige Funktion der Thermostatventile an.

Bitte beachten Sie:

Entscheidend für die Funktion des Thermostatkopfes ist immer die Umgebungstemperatur am Fühler, deshalb nicht durch Vorhänge oder Gegenstände verdecken. Ein notwendiges Lüften von Räumen kann also nicht zur Regulierung der Raumtemperatur genutzt werden. Das bedeutet, dass bei zu hoher Raumtemperatur das Thermostatventil zurückgedreht werden sollte anstatt des Fensters zu öffnen, da Sie somit genau das Gegenteil vom gewünschten Effekt erzielen. Nachts sollten Sie das Thermostat um ein bis zwei Markierungen zurückdrehen, das spart Heizkosten.
Auch bei längerer Abwesenheit sollten Sie die Thermostate zurückdrehen. Eine Erhöhung bzw. Senkung der Raumtemperatur von nur 1°C entspricht etwa 6 % Mehrkosten bzw. Einsparung von Heizenergie.

Wichtiger Hinweis:

  • Heizen Sie auch regelmäßig solche Räume ausreichend, die Sie wenig nutzen oder wo Sie niedrige Temperaturen bevorzugen.
  • Heizkörper sollten bei ihrer Wärmeabgabe nicht durch Verkleidungen oder Möbel bzw. Gardinen behindert werden. Bei Wärmestau zeigt auch der Heizkostenverteiler, sofern vorhanden, schnell  10 bis 15 Prozent mehr Verbrauch an.
  • Luftzirkulation in den Räumen nicht behindern. Hohe Möbel nicht dicht an die Außenwand stellen.
  • Bei neuen fugendichten Fenstern müssen Verdunstergefäße von den Heizungen entfernt werden (zusätzliche Luftanfeuchtung).
  • Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen halten.
  • Bei Querlüftung durch mehrere Zimmer reichen meist drei bis fünf Minuten aus.
  • Dauerlüftung durch Kippstellung nur in der wärmeren Jahreszeit anwenden.
  • Stoßlüftung im Winter bei weit geöffnetem Fenster mehrmals an Tag für fünf bis zehn Minuten möglich.
  • Beim Kochen oder Duschen (also wenn viel Wasserdampf freigesetzt wird) sollte dieser möglichst rasch nach außen abgeleitet werden.
  • Wer nicht bei offenem Fenster schläft, sollte am Tag mehr lüften.

Falsch vorhandenes Energiesparen, in dem zu wenig gelüftet und zu wenig geheizt wird, kann zu Bauschäden und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Eine Folge von zu wenig lüften können feuchte Wohnungen sein, Schimmelbildungen an kalten Wandflächen sind möglich. Bei Bauschäden (feuchte Wohnungen) – nach der Sanierung. – wird Ihr Vermieter immer zuerst prüfen, ob Sie richtig und ausreichend gelüftet haben.

Das Entlüften der Heizkörper hat nur durch eine Fachfirma zu erfolgen. Bei unsachgemäßer bzw. unnötiger Entlüftung können Unregelmäßigkeiten im Betrieb der Heizungsanlage entstehen Druckabfall, Wasserverlust). Sollte sich eine Entlüftung notwendig machen (einseitige Erwärmung am Heizkörper), informieren Sie bitte Ihren Vermieter.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Information nach offenen Fragen beantwortet zu haben und wünschen Ihnen  Wohlbehagen mit Ihrer neuen Heizungsanlage.

Feuchte Wände und Schimmel:

Immer mehr Mieter klagen über feuchte Wände, Spakflecken und Schimmel in Wohnung.

Was sind die Ursachen?

Ursache für die auftretende Feuchtigkeit kann falsches Heiz- und Lüftungsverhalten des Mieters sein.

Feuchtigkeit von Innen:

Für Feuchtigkeitsschäden aufgrund von Kondenswasserbildung sprechen folgende Anzeichen:

  • Schäden treten vor allem an folgenden Stellen auf: An Außenwänden an Zimmerecken, vor allem oben zur Decke hin in Fensterlaibungen an abgedeckten Wandflächen z. B. hinter Möbel, Vorhängen und Bildern.
  • Betroffen sind vor allem: Schlafzimmer, Bad, Küche und wenig beheizte Nebenräume.
  • Zu Feuchtigkeitsflecken kommt es vor allem im Herbst und im Frühjahr.
  • Die Schäden treten erstmals auf, nachdem neue Isolierglasfenstereingebaut worden sind, oder nachdem der Mieter die Fenster mit zusätzlichen Dichtungsstreifen abgedichtet hat, oder nachdem eine Zentralheizung statt einer alten Ofenheizung eingebaut worden ist, oder nach Änderung der Lebensgewohnheiten (Erhöhung der Bewohnerzahl, längeres zuhause bleiben nach Beginn des Rentenalters bzw. infolge von Arbeitslosigkeit).

Wie kommt es zu Kondenswasser:

Beim Wohnen wird zwangsläufig ständig Feuchtigkeit produziert. Nicht nur durch Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen in der Wohnung. Auch durch normale Atemluft und durch Blumen, die Gießwasser verdunsten, wird eine erhebliche Menge Wasser in Form von Wasserdampf an die Raumluft abgegeben. Zusammengerechnet können je nach Wohnungsgröße und Anzahl der Bewohner durchaus 20 bis 30 Liter Wasser pro Tag zusammenkommen.

Aber die Luft kann nicht immer feuchter werden. Zwei Gründe verhindern dies:

  • Durch Lüften findet ein Austausch gegen trockene Luft von außen statt.
  • Die Luft gibt Feuchtigkeit irgendwann wieder an die Umgebung als Tauwasser ab.